Zahnarztpraxis Dr. Roos - Neuhausen / Filder DR. RAINER ROOS
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Master of Science in Oral Implantology
Master of Science Endodontie
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Thema: Kieferorthopädische Behandlung nach Sinuslift und Implantat

Anzahl der Beiträge: 1

Kieferorthopädische Behandlung nach Sinuslift und Implantat

erstellt:08.08.2011 - 01:28
Verfasst von

Bella
NRW

Ich bin 45 Jahr alt. Im August 2010 wurde nach Zahnextraktion wegen Entzündung über 46 ein Sinuslift im linken Ok, im Januar folgte der Einsatz zweiphasigen Implantates Regio 26 (verlief alles ohne Komplikationen und ohne jegliche Schmerzmitteleinnahme), die Krone ist vor ca. 3 Wochen eingesetzt worden. Zuvor habe ich im März diesen Jahres meine ersten beiden Kronen auf 46 und 47 bekommen, die trotz 13 Zahnarztbesuchen nicht wirklich passen. Während mir zuvor Zahnschmerzen fremd waren und ich lieber zum Zahnarzt als zum Friseur gegangen bin, leide ich seit der Überkronung unter Dauerschmerzen insbesondere nach Nahrungsaufnahme. Zunächst waren beide Kronen zu hoch und mussten abgeschliffen werden, dann wurde die hintere Krone 47  wegen anhaltender starker Schmerzen wieder entfernt, der zweite Überkronungsversuch endete mit einem fehlenden Okklusionskontakt in diesem Bereich, so dass die Krone wieder eingeschickt und überbrannt worden ist. Jetzt sitzt sie wieder drauf, aber nichts passt mehr. Nach Angaben des Zahnarztes liegt es jetzt an meinem Kreuzbiss ( Anm.: Den habe ich seit ich denken kann, also auch schon bei der Kronenplanung!).  Die Krone auf 46 ist zu kurz geraten, der Rand lag von Anfang an oberhalb des Zahnfleisches und kalte Speisen gehen überhaupt nicht mehr, da  hat mir auch die 2-fache Tiefenflouridierung des Zahnarztes nicht geholfen. Da meine Schmerztoleranz recht hoch ist und ich versuche auf gekühlte Speisen zu verzichten,  könnte ich das ja noch ertragen, mache aber Sorge wegen Zahnhalskaries, außerdem bestehen weiterhin Schmerzen beim Kauen auf der Innenseite des 46-er. Kann es sein, dass eine Krone schräg aufgesetzt ist? Allerdings fehlt mir mittlerweile jegliches Vertrauen in den Zahntechniker und Zahnarzt und nach 13 Besuchen und anhaltenden Schmerzen, werde ich diese Praxis definitv nicht mehr aufsuchen.
Da ich seit der Überkronung der beiden Zähne beim Kauen immer wieder abrutsche und gegen den 22-er stoße, so dass die Sorge besteht, dass er irgendwann abbricht,  ich aber mittlerweile glaube, dass kein Zahnarzt bei mir irgendwelche Kronen hinbekommt (Anm.: Leider ist auch der Sitz der Implantatkrone, die aber von einem anderen Zahnarzt angefertigt wurde, für mich als Laie eher suboptimal, da kein Okklusionskontakt besteht, der Implantologe aber der Meinung ist, dass sollte bei einem Implantat so sein??), bin ich nun doch etwas verzweifelt. Bevor ich nun weitere Kronen benötige und die Kronen 46 und 47 auf eigene Kosten austauschen lasse, würde ich jetzt am liebsten zunächst meinen Kreuzbiss korrigieren lassen (22 und 23 stehen nach hinten, dementsprechend der 33 er zu weit vorn, sämtliche 4-er sind mir in der Kindheit während einer kieferorthopädischen Behandlung entfernt worden, bei Lückenschluß im OK, sind leider Lücken im UK mit einer Breite von 3-4 mm geblieben, allerdings ist an dieser Stelle der Kiefer deutlich abgebaut, so dass sich mir die Frage stellt, ob der 33-er überhaupt bewegt werden kann ohne auszufallen). Meine Frage betrifft aber in erster Linie mein Implantat: Ist es überhaupt ohne Gefahr für das ja noch relativ frische Implantat möglich, eine KFO-Behandlung durchführen zu lassen oder muss ich dann mit einer Implantatlockerung rechnen? Oder hat jemand von Ihnen eine andere Idee, wie ich wieder zu passenden Zähnen komme?

Re: Kieferorthopädische Behandlung nach Sinuslift und Implantat

erstellt:09.08.2011 - 14:27
Verfasst von

Zahnarzt
Dr. Roos MSc
73765 Neuhausen

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Guten Tag Bella,
lassen Sie mich das Wesentliche zusammenfassen: Sie haben Kronen auf 46 und 47 bekommen die nicht passen trotz mehrmaliger Nachbesserung. Sie machen außerdem Beschwerden auf Temperatur. Beschwerdefreiheit und einen passenden Biss sind Kriterien, die ein Zahnersatz in jedem Fall erfüllen muss.
 Falls Sie in der Kassen versichert sind, ist dies ein Fall für ein Mängelgutachten, sind Sie privat versichert, nehmen Sie sich bitte einen Anwalt.
In jedem Fall rate ich Ihnen, keine kieferorthopädische Behandlung zu unternehmen bevor nicht alles in Ordnung ist. Die Gefahr ist groß, Ihre Probleme weiter zu verschlimmern. Außerdem besteht das Risiko, dass der behandelnde Zahnarzt dann die Verantwortlichkeit an den Kieferorthopäden delegiert.
Viel Erfolg wünscht
R.Roos

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