Zahnarztpraxis Dr. Roos - Neuhausen / Filder DR. RAINER ROOS
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Master of Science in Oral Implantology
Master of Science Endodontie
Gartenstraße 9 • 73765 Neuhausen/Filder
Tel.: (07158) 9027 - 0 • Fax: (07158) 9027 - 99
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Festsitzender Zahnersatz mit Implantaten

Zahnimplantate haben viele Anwendungsbereiche. Sie sind sowohl für Einzelzahnlücken als auch beim Verlust mehrerer Zähne (Brücken) oder sogar sämtlicher Zähne (Vollprothesen) einsetzbar. Unabhängig davon, wie viele Zähne durch Zahnimplantate ersetzt werden müssen gilt es, die durch den Zahnverlust entstandenen Zahnlücken schnellstmöglich zu schließen, um dadurch

Altersbedingte Einschränkungen

Für den Einsatz von Zahnimplantaten sind beim Alter des Patienten nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Lediglich bei Jugendlichen muss das Kieferwachstum vor dem Einsatz eines Zahnimplantates abgeschlossen sein, da Zahnimplantate im Gegensatz zu natürlichen Zahnwurzeln nicht mitwachsen können. Das Kieferwachstum ist i. d. R. zwischen dem 15. und 16. Lebensjahr abgeschlossen, so dass im Falle eines Zahnverlustes ab diesem Zeitpunkt Zahnimplantate einsetzbar sind.

Spielen Ursache des Zahnverlustes oder Lage der Zahnlücke eine Rolle?

Die Ursache für den Zahnverlust spielt nur eine untergeordnete Rolle. Auch ist es für den Einsatz von Zahnimplantaten nicht von Belang, ob sich die zu schließende Zahnlücke im Front- oder Seitenzahnbereich, im Unter- oder Oberkiefer befindet. Denn grundsätzlich lässt sich jeder Zahn durch ein Zahnimplantat ersetzen.

Materialien bei Zahnimplantate

Die meisten Zahnimplantate bestehen aus dem bioverträglichen Werkstoff Titan. Dieses Material findet beispielsweise auch im Bereich künstlicher Gelenke (Hüft- und Kniegelenk) Anwendung. Allergische Reaktionen, die zur Abstoßungsreaktionen führen können, sind aus langjährigen Erfahrungen in diesem Einsatzbereich nicht bekannt. Darüber hinaus geht der Werkstoff Titan mit dem natürlichen Kieferknochen einen sehr festen Verbund ein.

Inzwischen werden neben Zahnimplantaten aus Titan zunehmend auch solche aus Keramik eingesetzt. Genau wie Titan verfügt auch der Werkstoff Keramik über eine entsprechende Bioverträglichkeit. Im Hinblick auf die Haltbarkeit bei Auftreten großer Kräfte (z. B. bei versehentlichem Aufbiss auf einen Kirschkern etc.) kann bei Zahnimplantaten aus Keramik nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass es aufgrund der schlagartig hohen Belastung zu einer Schädigung des Zahnimplantates kommt.

Behandlungsverlauf

Vor der eigentlichen Implantation erfolgen eine umfassende Beratung des Patienten sowie eine sorgfältige Implantatplanung. Im Rahmen der Implantatplanung werden mit Hilfe dreidimensionaler Röntgenaufnahmen die Gegebenheiten im Mund des Patienten dargestellt. So können bereits vor dem eigentlichen Eingriff die exakte Lage und Länge der zum Einsatz kommenden Zahnimplantate ermittelt werden.

Der chirurgische Eingriff zum Einbringen der Zahnimplantate erfolgt dann unter Lokalanästhesie (örtliche Betäubung). Im Falle von Angstpatienten oder auf besonderen Wunsch des Patienten kann der Eingriff auch in Vollnarkose durchgeführt werden.

Zunächst wird im Bereich der zu schließenden Zahnlücke die Mundschleimhaut (das Zahnfleisch) eröffnet und der Kieferknochen freigelegt. Mit Hilfe spezieller Bohrer und unter Zuhilfenahme einer Bohrschablone werden dann exakt an den bei der Implantatplanung ermittelten Stellen die Löcher in der erforderlichen Lage und Tiefe in den Kieferknochen gebohrt. Im nächsten Schritt werden die Zahnimplantate in die Bohrlöcher eingebracht und die Mundschleimhaut wird mit wenigen Stichen geschlossen. Zwecks Erfolgskontrolle wird abschließend eine Röntgenaufnahme erstellt. Auf diese Weise lassen sich Lage und Länge der gesetzten Zahnimplantate mit der im Rahmen der Implantatplanung ermittelten Position vergleichen. Nach etwa 10 Tagen werden die Fäden gezogen.

Die Zahnimplantate müssen nun eine feste Verbindung mit dem sie umgebenden Kieferknochen eingehen. Dieser als Einheilphase bezeichnete Zeitraum beträgt zwischen 2 und 6 Monate. Damit Sie diese Zeit nicht mit der Zahnlücke leben müssen, erfolgt der Einsatz eine provisorische Versorgung.

Sind die Implantate fest mit dem Kieferknochen verwachsen, wird ein Abdruck vom Kiefer genommen. Auf Basis dieses Abdruckes wird dann im zahntechnischen Labor der endgültige Zahnersatz hergestellt.

Vorteile im Vergleich zu herkömmlichem Zahnersatz

Im Vergleich mit herkömmlichem Zahnersatz bieten Zahnimplantate dem Patienten viele Vorteile:

Zahnimplantate als Ersatz für herkömmlichen Zahnersatz

Grundsätzlich kann herkömmlicher Zahnersatz durch implantatgetragenen Zahnersatz ausgetauscht werden. Hier spielt allerdings der Zeitfaktor eine nicht unwichtige Rolle. Denn je länger z. B. eine herkömmliche Prothese bereits getragen wurde, desto umfangreicher ist der durch die fehlende Belastung eingetretene Verlust an natürlicher Kieferknochensubstanz. Abhilfe kann hier ggf. ein vorheriger Kieferknochenaufbau schaffen. Dies ist allerdings von der individuellen Situation abhängig und muss im Einzelfall geklärt werden.

Pflege von Zahnimplantaten

Bei Zahnimplantaten handelt es sich zwar nicht um die natürlichen Zähne, dennoch brauchen sie entsprechende Pflege, um dauerhaft voll funktionsfähig zu bleiben.

Sofortbelastung – Zähne in 1 Stunde

Moderne zahnmedizinische Techniken wie die computergestützte Implantatplanung und neue Implantatoberflächen ermöglichen es, Einzelzahnlücken oder auch ganze Kiefer sofort zu versorgen. Bei Anwendung dieses Systems wird der defekte Zahn extrahiert (entfernt), das Zahnimplantat in den Kieferknochen eingebracht und direkt mit einer festsitzenden prothetischen Versorgung aufgebaut. Die endgültige Versorgung kann aus ästhetischen Gründen, der Zahnersatz soll schließlich zu den benachbarten Zähnen passen, erst einige Tage später erfolgen. (s. Stern-TV)

Der Einsatz von Zahnimplantaten aus Keramik ist zwar grundsätzlich möglich, eine Sofortbelastung jedoch nicht!

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